Mehr Pep im Unterricht – Experimentieren mit Licht und Optik

13.07.2018

Pressemitteilung

Sinken die Köpfe bei „dröger“ Theorie im Phy-sikunterricht oft müde auf die Schulbank, steigt die Aufmerksamkeit bei anschaulichen Experi-menten. Wenn Schülerinnen und Schüler selbst aktiv werden, werden Naturwissenschaften le-bendig und anschaulich. Damit dies Lehrkräften unkompliziert gelingt, wurde der Photonics Ex-plorer entwickelt. Mit dem Experimentierkit sollen Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren Phänomene mit Licht und Optik im Unterricht praktisch erleben – und sich so nachhaltig für Naturwissenschaft und Technik begeistern.

Praxisnahe Lehrerfortbildung

Dazu bietet das Aus- und Weiterbildungs-Netzwerks Hochtechnologie (ANH Berlin) sowie MINT IM-PULS e.V. Trainings für Lehrkräfte an. In einer Mischung aus Theorie und Praxis erfahren sie, wie sie das erprobte Experimentiermaterial für 30 Schüler*innen in den Unterricht der Sekundarstufe 1 und 2 qualifiziert einbinden können – und so den Physikunterricht lebendig gestalten können. Zuletzt erlebten dies zehn Lehrkräfte in einem Training am 16. Mai 2018 am Berliner Ferdinand-Braun-Institut, bei dem sie selbst mit Lasern, Linsen und Polarisatoren experimentierten. Die gut nachge-fragte Veranstaltung fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt.

„Das Kit ermöglicht ‚echtes‘ forschendes Lernen als zugrunde liegendes didaktisches Konzept und ist damit eine motivierende Herausforderung für die Schüler*innen“, bewertet Helmke Schulze vom Dathe Gymnasium seine Erfahrung mit dem Photonics Explorer. Den direkten Bezug zu Arbeitswelten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (MINT) erlebten die Teilnehmer*innen hautnah bei einer Führung durch die Labore des Ferdinand-Braun-Instituts. Dabei gab es anschauli-che Informationen zu zukunftsweisenden Ausbildungs-und Studienmöglichkeiten. Die praxisnahe Beratung zu MINT-Berufen ist ein besonderer Schwerpunkt von ANH Berlin im Projekt beMINT.

Das Konzept des Photonics Explorers wurde von der Freien Universität Brüssel entwickelt. Schulen in Berlin und Brandenburg erhalten den Kit im Wert von 150,- € kostenfrei dank Sponsoring durch Un-ternehmen des Optec-Berlin-Brandenburg (OpTecBB) e.V. Die Lehrerfortbildung ist vom Senat für Berlin und Brandenburg anerkannt. Weitere Informationen zum Photonics Explorer: www.mint-impuls.de/photonics-explorer.

Lehrkräfte, die das Kit im Unterricht einsetzen möchten, melden sich bitte bei
MINT IMPULS e.V.
Tel.: +49 30 49912557
E-Mail: info@mint-impuls.de

Kontakt

Uta Voigt
Aus- und Weiterbildungs-Netzwerk Hochtechnologie
c/o Ferdinand-Braun-Institut
Tel.: +49 30 6392 2596
E-Mail: uta.voigt@fbh-berlin.de
www.anh-berlin.de

Das Aus- und Weiterbildungsnetzwerk Hochtechnologie in Adlershof berät interessierte Jugendliche und Unternehmen/Forschungseinrichtungen zu allen Fragen rund um das Thema Ausbildung. Schwerpunkt und Kompetenz liegen dabei auf MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) mit besonderer Ausrichtung auf den Hightech-Bereich (Photonik: Mikrosystemtechnik/ Optische Technologien).

Profile 
Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)

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Gustav-Kirchhoff-Str. 4
12489
Berlin
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Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) erforscht elektronische und optische Komponenten, Module und Systeme auf der Basis von Verbindungshalbleitern. Diese sind Schlüsselbausteine für Innovationen in den gesellschaftlichen Bedarfsfeldern Kommunikation, Energie, Gesundheit und Mobilität. Leistungsstarke und hochbrillante Diodenlaser, UV-Leuchtdioden und hybride Lasersysteme entwickelt das Institut vom sichtbaren bis zum ultravioletten Spektralbereich. Die Anwendungsfelder reichen von der Medizintechnik, Präzisions-messtechnik und Sensorik bis hin zur optischen Satellitenkommunikation. In der Mikrowellentechnik realisiert das FBH hocheffiziente, multifunktionale Verstärker und Schaltungen, unter anderem für energieeffiziente Mobilfunksysteme und Komponenten zur Erhöhung der Kfz-Fahrsicherheit. Kompakte atmosphärische Mikrowellenplasmaquellen werden u. a. für medizinische Anwendungen oder zur Oberflächenbeschichtung entwickelt.

Das FBH ist ein international anerkanntes Zentrum für III/V-Verbindungshalbleiter mit allen Kompetenzen: vom Entwurf, über die Fertigung bis hin zur Charakterisierung von Bauelementen.

Seine Forschungsergebnisse setzt das FBH in enger Zusammenarbeit mit der Industrie um und transferiert innovative Produktideen und Technologien erfolgreich durch Spin-offs. In strategischen Partnerschaften mit der Industrie sichert es in der Höchstfrequenztechnik die technologische Kompetenz Deutschlands.

Für Partner aus Forschung und Industrie entwickelt das FBH hochwertige Produkte und Services, die exakt auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind. Seinem inter-nationalen Kundenstamm bietet es Know-how und Komplettlösungen aus einer Hand: vom Entwurf bis zum lieferfähigen Modul.

Forschungsthemen & Kompetenzbereiche:

  • Diodenlaser
  • Galliumnitrid-Optoelektronik
  • Mikrowellenkomponenten & -systeme
  • Galliumnitrid-Elektronik
  • Material- und Prozesstechnologie