Leistungszentrum »Digitale Vernetzung« geht nach erfolgreicher Evaluation in die zweite Phase

13.08.2018

Pressemitteilung

Das Leistungszentrum »Digitale Vernetzung« geht zwei Jahre nach seiner Gründung in die zweite Phase. Externe Gutachter aus Wirtschaft und Wissenschaft haben das Leistungszentrum positiv evaluiert. Der Fraunhofer-Vorstand gibt die weitere Förderung bekannt. Das Land Berlin und die Fraunhofer-Gesellschaft werden bis Ende 2020 zusätzlich für die neue Förderphase insgesamt sechs Mio. Euro in das Leistungszentrum »Digitale Vernetzung« investieren.
Das Leistungszentrum »Digitale Vernetzung« ist Innovation Hub für die agile Durchführung digitaler Projekte. Als Wegbegleiter der digitalen Transformation bietet das Leistungszentrum mit seinen Transferzentren und Laboren für seine Partner die Möglichkeit, mit Innovationen schnell konkrete Ergebnisse zu erzielen. Das Portfolio reicht von der Unterstützung bei der Implementierung sicherer cyberphysikalischer Systeme bis hin zur Realisierung von Anwendungsszenarien mit der neuen 5G-Netztechnologie. Als herstellerunabhängiger Technologie-Partner definiert das Leistungszentrum mit seinen Partnern passgenaue Industrie 4.0-Lösungen und innovative Geschäftsmodelle für das Internet der Dinge. In Laboren und Testbeds können Ideen erprobt, Risiken und Chancen im Experimentalbetrieb bewertet und kritische Erfolgsfaktoren identifiziert werden.

Die erfolgreiche Zusammenarbeit der vier Fraunhofer-Institute FOKUS, HHI, IPK und IZM wird in der zweiten Phase fortgeschrieben. Prof. Manfred Hauswirth, Sprecher des Leistungszentrums, freut sich: »Bereits in der ersten Phase hat das Leistungszentrum die Erwartungen übertroffen. Wir arbeiten mit zahlreichen Kunden und Partnern aus Berlin und Brandenburg zusammen und unterstützen ganz gezielt den Bedarf von KMUs und Start-ups. Die digitale Transformation ist Realität, wir wollen sie mit unserem Angebot im Leistungszentrum mitgestalten und Unternehmen in Deutschland in ihrer Wettbewerbsfähigkeit stärken.«

Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin und Senator für Wissenschaft und Forschung betont: »Das Leistungszentrum Digitale Vernetzung ist ein integraler Teil der Berliner Digitalen Strategie. Die erfolgreiche erste Phase unterstreicht wie wichtig das Zentrum für die Gestaltung des digitalen Wandels ist, das gilt sowohl für etablierte Unternehmen als auch für junge Start-Ups. Davon profitiert Berlin als Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort und kann sichtbare Impulse setzen, von der Erprobung innovativer Technologien bis hin zur Entwicklung einer zukunftsorientierten Industrie 4.0. Diese erfolgreiche Arbeit wird das Land Berlin auch in der nächsten Phase unterstützen.«

»Digitale Vernetzung, künstliche Intelligenz und neue Methoden der Datenanalyse sind notwendig für den Erhalt der weltweiten Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Dies gilt insbesondere auch für kleine und mittelständische Unternehmen, denn die digitalen Technologien des 21. Jahrhunderts ermöglichen die Entwicklung völlig neuer Geschäftsmodelle entlang der gesamten Wertschöpfungskette«, unterstreicht Prof. Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. »Gemeinsam mit den deutschen Unternehmen setzen wir am Berliner Leistungszentrum mit Zukunftstechnologien die digitale Transformation erfolgreich und nachhaltig um.«

In der zweiten Phase soll die Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie, Mittelstand und Start-ups weiter intensiviert werden. Mit seinem Kooperations-Netzwerk und den Partnern Technische Universität Berlin, Einstein Center Digital Future, dem Weizenbaum-Institut für die vernetzte Gesellschaft sowie dem Wirtschaftsförderer Berlin Partner, den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg und der IHK Berlin wird der Forschungstransfer weiter vorangetrieben.

Das Leistungszentrum »Digitale Vernetzung«

Die Leistungszentren der Fraunhofer-Gesellschaft organisieren den Schulterschluss der universitären und außeruniversitären Forschung mit der Wirtschaft und zeichnen sich durch verbindliche, durchgängige Roadmaps der beteiligten Partner in den Leistungsdimensionen Forschung und Lehre, Nachwuchsförderung, Infrastruktur, Innovation und Transfer aus. Sie sind ein Angebot an die Wirtschaft und Politik, wissenschaftliche Exzellenz mit wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Nutzen als Priorität für den Standort Berlin und Deutschland zu entwickeln.

Im Berliner Leistungszentrum Digitale Vernetzung steht die Entwicklung und Bereitstellung von praxisnahen Lösungen für die digitale Transformation im Zentrum. Geforscht wird dabei sowohl an Basis- und Querschnittstechnologien als auch an Lösungen für vier konkrete Anwendungsbereiche: Tele-Medizin, Mobilität und Zukunftsstadt, Industrie und Produktion sowie kritische Infrastrukturen. Das Leistungszentrum Digitale Vernetzung wird vom Land Berlin und aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.

Ansprechpartner

Ulf Hoffmann
Leiter Corporate CommunicationCOCO
Tel.: +49 30 3463-7242
E-Mail: ulf.hoffmann@fokus.fraunhofer.de

Profile 
Fraunhofer Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM)

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Gustav-Meyer-Allee 25
13355
Berlin
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+49 (30) 46403-219

Unsichtbar – aber unverzichtbar: nichts funktioniert mehr ohne hoch integrierte photonische Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik. Grundlage für deren Integration in Produkte ist die Verfügbarkeit von zuverlässigen und kostengünstigen Aufbau- und Verbindungstechniken. Das Fraunhofer IZM, weltweit führend bei der Entwicklung und Zuverlässigkeitsbewertung von Electronic/Photonic Packaging Technologien, stellt seinen Kunden angepasste Systemintegrationstechnologien auf Wafer-, Chip- und Boardebene zur Verfügung. Forschung am Fraunhofer IZM bedeutet auch, Elektronik/Photonik zuverlässiger zu gestalten und seinen Kunden sichere Aussagen zur Haltbarkeit zur Verfügung zu stellen.

In der Photonik werden die Kompetenzen des IZM zusammengeführt, um gezielt Themen in der Tele- und Datenkommunikation, Lichtgenerierung für Beleuchtung und Materialbearbeitung sowie der optischen Sensorik zu bearbeiteten.Innerhalb dieser Bereiche werden verschiedene Ziele fokussiert. Bei der Kommunikation sind dies Breitbandigkeit, Leistungseffizienz, hohe heterogene Integrationsdichte, bei der Beleuchtung hohe Leistungsdichte, Wärmemanagement, multifunktionale Integration, Wellenlängenkonversion und Strahlführung. Im Bereich der Sensorik stehen die anwendungsspezifische Heterointegration von Anregungsquelle, Sensor und Auswertelektronik im Vordergrund. In allen diesen Anwendungen steht die volumenangepasste produktionsnahe Fertigungstechnologie, Kosteneffizienz und hohe Ausbeute im Fokus.

Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut (HHI)

weitere Informationen

Einsteinufer 37
10587
Berlin
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+49 (0)30 / 31002-400

Fraunhofer HHI erforscht und entwickelt  Photonische Komponenten und Übertragungssysteme, faseroptische Sensoren, Mobilfunk, und Videokodierung. Mit unseren 300 festen und etwa 200 studentischen Mitarbeitern arbeiten wir daran, das kontinuierliche Wachstum des Datenverkehrs im Internet zu ermöglichen und entwickeln neue Sensortechnologien für unterschiedliche Anwendungen. Mit unserer langen Geschichte in der Forschung ist heutzutage jeder Mensch in Kontakt – ohne es zu wissen – mit unseren Technologien: Jedes zweite im Internet transportierte Bit ist ein H.264 oder H.265 komprimiertes Video. HHI hat diese Standards, die auf etwa 2 Mrd. Geräten installiert sind, maßgeblich mitentwickelt. Auch etwa jedes zweite im Internet transportierte Bit berührt eine unserer Photonischen Komponenten, die als optoelektronische Konverter in den Knoten des Internet installiert sind.

Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK)

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Pascalstr. 8-9
10587
Berlin
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+49 (0)30 / 39006-0

Das Fraunhofer IPK in Berlin steht seit über 35 Jahren für Exzellenz in der Produktionswissenschaft. Es betreibt angewandte Forschung und Entwicklung für die gesamte Prozesskette produzierender Unternehmen – von der Produktentwicklung über den Produktionsprozess, die Instandhaltung von Investitionsgütern und die Wiederverwertung von Produkten bis hin zu Gestaltung und Management von Fabrikbetrieben. Zudem übertragen wir produktionstechnische Lösungen in Anwendungsgebiete außerhalb der Industrie, etwa in die Bereiche Medizin, Verkehr und Sicherheit. Analog dazu gliedert sich das Institut in die sieben Geschäftsfelder Unternehmensmanagement, Virtuelle Produktentstehung, Produktionssysteme, Füge- und Beschichtungstechnik, Automatisierungstechnik, Qualitätsmanagement sowie Medizintechnik. Eine enge Zusammenarbeit der Geschäftsfelder ermöglicht die Bearbeitung auch sehr komplexer Themen.

Als Institut der Fraunhofer-Gesellschaft orientieren wir unsere Arbeit eng am Bedarf unserer Kunden und Partner: Mit markt- und praxisnaher FuE tragen wir dazu bei, ihre Wettbewerbsfähigkeit nachhaltig zu verbessern. Wir entwickeln zukunftsorientiert neue Lösungen und modernisieren, optimieren und erweitern existierende Technologien und Anwendungen. Dabei ist unser Ziel, ökonomische Erwägungen mit den Maximen Ressourceneffizienz, Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit in Einklang zu bringen. Neben der Auftragsforschung entwickeln wir im Rahmen von Vorlaufprojekten innovative Konzepte für die Produktion von morgen. Dabei entstehende Basisinnovationen überführen wir gemeinsam mit Partnern in marktreife Produkte.

Wissenschaftliche Partner

Sie finden uns unter einem Dach mit dem Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb IWF der TU Berlin im Produktionstechnischen Zentrum (PTZ) am Charlottenburger Spreebogen. Seit der Gründung des Fraunhofer IPK sind die beiden Institute durch eine enge Kooperation verbunden. Das versetzt das PTZ in die einzigartige Lage, die gesamte wissenschaftliche Innovationskette von der Grundlagenforschung über anwendungsorientierte Expertise bis hin zur Einsatzreife abdecken zu können. Über die gemeinsame Entwicklung von Prototypen etwa können effizient universitäre Forschungsergebnisse für die betriebliche Praxis aufbereitet und angeboten werden.

Weitere enge Partner des Fraunhofer IPK sind die BAM – Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und die Charité – Universitätsmedizin Berlin. Das Fraunhofer IPK betreibt gemeinsam mit der Charité das »Berliner Zentrum für Mechatronische Medizintechnik« (BZMM). Darin arbeiten Ingenieure und Mediziner eng zusammen, sodass technische Entwicklung und klinische Evaluierung aus einer Hand angeboten werden können. Die Kooperation mit der BAM ermöglicht nicht nur die gemeinsame Nutzung technischer Anlagen, sondern auch eine ganzheitliche Beratung von Kunden und Partnern im Bereich Fügeverfahren, die Fragen der Wirtschaftlichkeit ebenso einschließt wie Sicherheitsaspekte.