Großer Andrang und interessante Einblicke zu ultravioletten LEDs bei der ICULTA-2018

26.04.2018

Pressemitteilung

Die Veranstalter rechneten mit 150 Anmeldungen – am Ende nahmen mehr als 260 Interessierte aus 23 Ländern an der ICULTA-2018 – International Conference on UV LED Technologies & Applications 2018 in Berlin teil. Ein großer Erfolg für die erstmalig stattfindende Konferenz über ultraviolette (UV) Leuchtdioden (LED) und ihre vielfältigen Anwendungen. „Wir sind mehr als zufrieden, dass die ICULTA mit ihrer breiten Palette an qualitativ hochwertigen Beiträgen auf so reges Interesse gestoßen ist“, erklärt Prof. Michael Kneissl, Ko-Vorsitzender der Konferenz und Leiter des Joint Labs GaN Optoelectronics, das gemeinsam vom Ferdinand-Braun-Institut und der TU Berlin betrieben wird. „Über die hohe Industriebeteiligung haben wir uns besonders gefreut, da sie zeigt, wie attraktiv UV-LEDs inzwischen für industrielle Anwendungen sind. Mehr als 60 Prozent der Teilnehmenden der ICULTA-2018 kamen aus Unternehmen. Am stärksten war das Kompetenzfeld der UV-LED-Bauelemente vertreten, gefolgt von Anwendungen in Reinigung & Desinfektion, UV-Härtung und Medizin.
Ziel der Tagung war es, Entwickler von UV-LEDs und Anwender aus verschiedenen Applikationsfeldern zusammenzubringen. „Das ist uns, wie schon im Konsortium ‚Advanced UV for Life‘, gut gelungen“, bekräftigt der Vorsitzende des Programmkomitees Prof. Markus Weyers, Leiter der Materialtechnologie am Ferdinand-Braun-Institut. Auf der Konferenz haben sich Anwender aus verschiedensten Bereichen, von Medizin und Pflanzenzucht über Analytik und Sensorik bis hin zur Kunststoffverarbeitung intensiv ausgetauscht. „Diese Experten wären sonst vermutlich kaum zusammengekommen“, ergänzt Weyers. „Viele empfanden das als eine große Bereicherung und haben eine Fülle von Anregungen mitgenommen.“

In den 31 eingeladenen und 33 weiteren Vorträgen sowie der begleitenden Posterausstellung ging es um Fortschritte bei den Herstellungstechnologien, aktuelle Entwicklungen, Anwendungen und Trends bei UV-LEDs. Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) und seine Ausgründung UVphotonics NT GmbH waren mit mehreren (eingeladenen) Vorträgen und Ständen auf der begleitenden Ausstellung vertreten.

FBH umfassend in Konferenz eingebunden
Die ICULTA-2018 wurde gemeinsam von ‚Advanced UV for Life‘ und der ‚International Ultraviolet Association‘ organisiert. Das Konsortium ‚Advanced UV for Life‘ vereint 50 Partner aus Forschung und Industrie und wird vom Ferdinand-Braun-Institut geleitet. Die lokale Organisation der Konferenz wurde komplett von der Koordinationsstelle des Konsortiums übernommen, die im Department Wissenschaftsmanagement am FBH angesiedelt ist.

Auszeichnungen – Best Poster Awards
Die Auszeichnungen für die drei besten Poster gingen an Hans Bethge von der Leibniz Universität Hannover für „Design and fabrication of a microcontroller based wireless LED-research module for application in in vitro culture labs“, Naoto Yabuki von der Asahi Kasei Corporation zu „UV spectral sensitivities of escherichia coli and MS2 phage measured with UVC LED water disinfection module“ sowie Frank Mehnke von der TU Berlin über „AlGaN-based UV LEDs with emission below 230 nm“.

Hintergrundinformationen - Advanced UV for Life
Das Konsortium ‚Advanced UV for Life‘ ist ein Zusammenschluss von 50 Partnern aus Industrie und Wissenschaft, die UV-LEDs entwickeln und in Applikationen überführen. Die Schwerpunkte liegen auf Anwendungen in den Bereichen Medizin, Umwelt und Life Sciences, Desinfektion sowie Produktion. Es wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programmes „Zwanzig20 – Partnerschaft für Innovation“ gefördert.
www.advanced-uv.de

Kontakt
Antje Mertsch
Koordinationsstelle "Advanced UV for Life"

c/o Ferdinand-Braun-Institut
Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik
Gustav-Kirchhoff-Straße 4
12489 Berlin

Tel. +49.30.6392-3397
Fax +49.30.6392-3392
E-Mail: antje.mertsch@fbh-berlin.de

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Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH)

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Das Ferdinand-Braun-Institut, Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik (FBH) erforscht elektronische und optische Komponenten, Module und Systeme auf der Basis von Verbindungshalbleitern. Diese sind Schlüsselbausteine für Innovationen in den gesellschaftlichen Bedarfsfeldern Kommunikation, Energie, Gesundheit und Mobilität. Leistungsstarke und hochbrillante Diodenlaser, UV-Leuchtdioden und hybride Lasersysteme entwickelt das Institut vom sichtbaren bis zum ultravioletten Spektralbereich. Die Anwendungsfelder reichen von der Medizintechnik, Präzisions-messtechnik und Sensorik bis hin zur optischen Satellitenkommunikation. In der Mikrowellentechnik realisiert das FBH hocheffiziente, multifunktionale Verstärker und Schaltungen, unter anderem für energieeffiziente Mobilfunksysteme und Komponenten zur Erhöhung der Kfz-Fahrsicherheit. Kompakte atmosphärische Mikrowellenplasmaquellen werden u. a. für medizinische Anwendungen oder zur Oberflächenbeschichtung entwickelt.

Das FBH ist ein international anerkanntes Zentrum für III/V-Verbindungshalbleiter mit allen Kompetenzen: vom Entwurf, über die Fertigung bis hin zur Charakterisierung von Bauelementen.

Seine Forschungsergebnisse setzt das FBH in enger Zusammenarbeit mit der Industrie um und transferiert innovative Produktideen und Technologien erfolgreich durch Spin-offs. In strategischen Partnerschaften mit der Industrie sichert es in der Höchstfrequenztechnik die technologische Kompetenz Deutschlands.

Für Partner aus Forschung und Industrie entwickelt das FBH hochwertige Produkte und Services, die exakt auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind. Seinem inter-nationalen Kundenstamm bietet es Know-how und Komplettlösungen aus einer Hand: vom Entwurf bis zum lieferfähigen Modul.

Forschungsthemen & Kompetenzbereiche:

  • Diodenlaser
  • Galliumnitrid-Optoelektronik
  • Mikrowellenkomponenten & -systeme
  • Galliumnitrid-Elektronik
  • Material- und Prozesstechnologie