Bekanntmachung „Miniaturisierte optische Systeme hoher Integrationsdichte“

21.07.2017

Bekanntmachung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung von Richtlinien zur Förderrichtlinie "Miniaturisierte optische Systeme hoher Integrationsdichte" im Rahmen des Förderprogramms "Photonik Forschung Deutschland"

Bundesanzeiger vom 05.07.2017

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Themenfeld „Miniaturisierte optische Systeme hoher Integrationsdichte“ auf der Grundlage des Programms „Photonik Forschung Deutschland“  und leistet einen Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie der Bundesregierung.

Gegenstand der Förderung

Im Zentrum dieser Fördermaßnahme stehen Forschungsarbeiten, die sich mit technischen Systemen und Anwendungen befassen, deren wesentliche Funktionsträger neuartige, optisch mikrointegrierte Systeme sind. Es können Anwendungen aus allen Spektralbereichen vom ultravioletten (UV) Licht bis zum fernen Infrarot (FIR) betrachtet werden. In der Befassung mit solchen Systemen sollen insbesondere auch neue und effiziente Verfahren zu deren Herstellung Gegenstand der Forschung sein. Dies schließt auch alle erforderlichen Arbeiten zur Aufbau- und Verbindungstechnik mit ein.

Forschungsarbeiten können beispielsweise beinhalten:

  • Mikrointegrierte optische und elektro-optische Schaltkreise beispielsweise für Anwendungen in der Mess- und Signaltechnik, der Maschinensteuerung, Kommunikations- und Fahrzeugtechnik
  • Mikrointegrierte Systemkomponenten wie Polarisatoren, Nanoantennen, Filter, Multiplexer, Schaltelemente, Mikrolinsen-Arrays etc.
  • Kointegration von mikrointegrierten und Wellenleiter-Integrierten Komponenten
  • Neue, effiziente Konzepte für die monolithische Integration, Heterointegration, oder hybride Integration optisch aktiver Strukturen, insbesondere in anwendungstechnisch relevanten Wellenlängenbereichen
  • Neue integrierte optoelektronische Sensor-Arrays und Sensorsysteme
  • Neue Konzepte für mikrointegrierbare, multimodale Sensor- oder Kamerafunktionen
  • Mikrointegrierte elektro-optische Schaltungen
  • Mikrointegrierte opto-mechanische Systeme
  • Neue Konzepte für elektro-optische Schnittstellen, wie mikrointegrierte Sende- und Empfangs-Dioden und Dioden-Arrays, einschließlich Simulation und Untersuchung der Signalausbreitung in solchen Strukturen
  • Neue Konzepte für optisch wirksame Medien auf Basis von Subwellenlängenstrukturen, Simulation der Signalausbreitung in solchen Strukturen, Schnittstellen zu konventionellen Komponenten
  • Neue Konzepte für kompakte mikrooptische Systeme mit deutlich verbesserter Stabilität und Robustheit auch unter rauen Einsatzbedingungen
  • Neue Prozesse zur einfachen und präzisen Herstellung integrierter mikrooptischer Strukturen und Systeme, insbesondere hocheffiziente, kostengünstige Lithographieverfahren und Methoden zum Direktdruck optischer Strukturen
  • Neue Materialien und Materialsysteme zur Vereinfachung von mikrooptischen Produktionsprozessen, zur Erschließung neuer optischer Funktionen, oder zur Erschließung neuer Wellenlängenbereiche
  • Verfahren für die automatisierte Aufbau- und Verbindungstechnik integrierter optischer und elektrooptischer Systeme
  • Neue Konzepte zur einfachen Positionierung, Justage und Kontaktierung optischer Komponenten, beispielsweise auf Systemplatinen oder in standardisierten Häusungen
  • Integration optischer Leiter in Systemplatinen, flexible optische und optoelektronische Interconnects
  • Neue Konzepte für die Verkapselung und Widerstandsfähigkeit gegen Umwelteinflüsse sowie für eine kostengünstige Gehäusetechnik
  • Neue Design-Werkzeuge für den plattformübergreifenden, ganzheitlichen Entwurf optoelektronischer, elektro-optischer und opto-mechanischer Mikrosysteme
  • Neue Konzepte und Verfahren zur Kodierung und Wandlung optischer Signale in mikrooptischen und speziell elektro-optischen Systemen

Diese Aufzählung ist nicht vollständig und nur beispielhaft zu verstehen. Charakteristisch für alle Vorhaben soll sein, dass sie bestimmte Anwendungen in den Mittelpunkt stellen und von dort ausgehend die Spezifikationen für das mikrooptische System, sowie die zu lösenden F&E-Probleme ableiten. Die Eignung des gewählten Lösungsansatzes ist zum Projektende mit entsprechenden Systemdemonstratoren für die jeweilige Anwendung zu testen.

Förderverfahren

Das Antragsverfahren ist zweistufig angelegt.

Die Vorlagefrist endet am 15. Oktober 2017.

Den Text zur Bekanntmachung „Miniaturisierte optische Systeme hoher Integrationsdichte“ finden Sie hier.

Kontakt

VDI Technologiezentrum GmbH
- Projektträger Quantentechnologien, Photonik -
VDI-Platz 1
40468 Düsseldorf

Dr. Martin Böltau
Telefon: 0211 / 6214 465
E-Mail: boeltau@vdi.de

Dr. Simone Wall
Telefon: 0211 / 6214 593
E-Mail: wall@vdi.de