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31.10.2018

Rückblick: 89. Laserstammtisch – September 2018

In diesem Jahr hat sich der Laserstammtisch sehr stark auf die vielfältigen Facetten der Sicherheit in der Lasermaterialbearbeitung  fokussiert. Einen ganz besonderen Stellenwert, der bisher noch nicht betrachtet wurde, nehmen hierbei die Technologien im Mikro- und Nanobereich ein. Der Abend am 17.9. 2018 bot dazu gleich zwei Vorträge, einmal von Dr. Jörg Krüger (BAM) und einmal von Herrn Daniel Haase (Continental Automotive GmbH).

1. Vortrag: „Besondere Sicherheitsaspekte bei UKP Lasern unter Berücksichtigung der Sekundärstrahlung“

„Wenn Sie  sich mit der Sicherheit nicht sicher sind, dann sind Sie bei der BAM sicher“ – der einführende Slogan von Dr. Krüger stimmte die Teilnehmer auf die Thematik ein. Dr. Krüger vom Fachbereich Technologien mit Nanowerkstoffen an der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) forscht zu verschiedenen Aspekten und Einsatzgebieten von Lasersystemen, die bis in den Femtosekundenbereich – also dem billiardsten Teil einer Sekunde – operieren. Die Erfahrungen und Ergebnisse der Forschungsgruppe lassen sich den Gebieten der Mikro- und Nanostrukturierung von Metallen, Halbleitern, Dielektrika und Verbundmaterialien durch Femto- und Nanosekundenlaser zuordnen. Die BAM operiert dabei nicht nur als Behörde, sondern  auch als anstoßgebende Forschungseinrichtung mit hervorragender Ausstattung und Expertise. Neben der Vorstellung der Forschungsschwerpunkte im FB 6.4 (neben der Mikro- und Nanostrukturierung verschiedenster Materialien durch Femto- und Nanosekundenlasereinsatz auch Laser-Belastungsuntersuchungen zur Gewährleistung der Lasersicherheit nach DIN EN 207 ging er insbesondere auf die Lasersicherheit im primären Effektbereich und die Sekundäreffekte durch Röntgenstrahlung ein. Interessante Anwendungspotentiale bieten sich  für nanostrukturierte Oberflächen und die Optimierung von Verschleißoberflächen an. Vergleiche zwischen Verschleißabläufen von unstrukturierten und laserstrukturierten Oberflächen verdeutlichten ein unterschiedliches Benetzungsverhalten bis hin zur Erzeugung von  Benetzungsvorzugsrichtungen. Erkenntnisse aus der laserbasierten Beeinflussung von bakteriellen Ansiedlungen auf Oberflächen lassen sich für die Vermeidung von Ansiedlungen als auch  Dekontaminierung finden,  z. B. bei OP-Bestecken oder in der Restaurierung von Holzobjekten.

Immer größere  Beachtung muss  im UKP – Bereich den Lasersicherheitsfragen gewidmet werden. Ganz im Vordergrund stehen sekundäre Gefährdungen wie  Sekundärstrahlung, Partikelemission und Röntgenemission. Die Mechanismen zur Entstehung der Emissionen müssen weiter geklärt werden, Maßnahmen zur Abschirmung  und messtechnische Verfahren für Partikelbereiche unter 1 µm gezielt entwickelt werden. Sekundärwirkungen sind nicht nur die emittierten Partikel als solche, sondern auch Ausfälle an Sicherheitseinrichtungen und Filtersystemen. Ganz kleine Partikel führen zu deren Verstopfungen und damit zum Systemausfall. Hierzu leistet die Forschung an der BAM einen wesentlichen Beitrag.

Kontakt :
Dr. Jörg Krüger
Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)
Unter den Eichen 87
12205 Berlin

Fachbereich 6.4 – Technologien mit Nanowerkstoffen
E-Mail : joerg(dot)krueger(monkay-tail)bam(dot)de

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